Dienstag, 23. Dezember 2008

iRobot Roomba 560

Ich bin beeindruckt. Der saugt von selbst. Fällt auch nicht die Treppe runter (sensorisch abgesichert). Fährt selbstständig die Ladestation an. Kommt über 25mm hohe Türschwellen. Kocht selber (vegetarisch und nicht vegetarisch). Führt den Hund Gassi und ist sonst auch ganz toll. Diese Gerät gibt es unter anderem auch in KA beim Grünen Krebs live zu besichtigen. Scheint wirklich zu funktionieren (die Saugfunktion).

Dienstag, 16. Dezember 2008

Samstag, 13. Dezember 2008

Beatbox Rezeptur

Weisheiten aus Afrika

hier sind ein paar Sprichwörter, die mich besonders inspiriert haben:

"Ich zeigte dir den Mond, und du sahst nichts als meinen Finger."
- Sprichwort der Sukuma

"Ein Verliebter betrachtet eine Blume mit anderen Augen als ein Kamel."
- Aus Ägypten

"Ein Mann mit Bart sollte nicht ins Feuer blasen."
- Sprichwort der Igbo

"Ein Boot kommt nicht voran, wenn jeder auf seine Art rudert."
- Sprichwort auf Swahili

"Das, was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst."
- Aus Mosambik

"Sag einem Krokodil erst, dass es hässlich ist, wenn du den Fluss überquert hast."

"Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich."
- Südafrika

"Wer auf einen Baum klettern will, fängt unten an, nicht oben."
- Sprichwort der Tshi

"Wenn man den Weg verliert, lernt man ihn kennen."
- Sprichwort der Tuareg

"Wer ertrinkt, klammert sich auch an ein Krokodil."

mehr davon unter wikiquote

Dienstag, 2. Dezember 2008

Die Finanzkrise - für Anfänger

(stammt nicht von mir - ist über nette Kollegen in meine Hände gefallen ...)

Heidi besitzt eine Bar in der Berliner Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern beschließt sie, die Getränke der treuen Kundschaft - mehrheitlich Alkoholiker ohne Arbeit - aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren). Das spricht sich herum und dadurch drängen sich immer mehr Kunden in Heidi's Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Heidi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke und erhöht damit massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank sieht in diesen Kundenschulden wertvolle künftige Guthaben und erhöht die Kreditlinie für Heidi. Er macht sich keine großen Sorgen, er hat ja die Schulden der Alkoholiker als Deckung.

Am Sitz der Bank transformieren Top ausgewiesene Banker diese Kundenguthaben in SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND um. Diese Papiere werden dann weltweit gehandelt. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten und wie sie garantiert werden. Da die Kurse aber steigen, werden die Papiere ein Renner.

Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen - Begründung: er wahr zu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis von Heidi's Bar langsam einfordern sollte. Die können aber nicht zahlen. Heidi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs.

SUFFBOND und ALKBOND verlieren 95%, KOTZBOND hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80%. Die Lieferanten hatten Heidi's Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen. Die Bank wird durch die Regierung
Merkel/Steinmeier in einer dramatischen, tage- und nächtelang arbeitenden Aktion gerettet. Die hierfür notwendigen Summen werden in einer Umlage von den Nicht-AlkiŽs eingezogen.

Montag, 1. Dezember 2008

Tribut zollen

Es ist mir eine Ehre folgende deutschen Lyriker unserer Zeit auf meinem Blog zu zitieren:

Wenn der Vorhang fällt sieh hinter die Kulissen
die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
Geblendet vom Szenario erkennt man nicht
die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht

Wenn der Vorhang fällt - Freundeskreis

Vor uns 'n Dampfer auf Kreuzfahrt, vollgestopft mit schicken Leuten
die vor noch schickeren zitterten, sich ihnen kopfnickend beugten
Sah sie an, jene zu billig ihre Stimme verscheuern
Sah' sie glauben, wenn sie welche zahlen, sie Dinge steuern
Sah' ihre Kinder Trips nehmend am Galgen hängengeblieben
und als Faschoprolls pogend auf'm Schiff der Volksdrogen
So wie die wollt' ich nicht baden gehen, schrieb lieber Texte
statt abgrundtief zu sinken, als 'n Wrack ohne Schätze
...
Irgendwo auf einer Fähre Richtung Karriere
saßen mehrere, eher leerere Köpfe mit 'ner Riesenschere
Fischten die wenigen, frischen MC's aus'm Wasser
schnitten sich was ab und ließen die Guten dann in den Fluten verbluten

Das Boot - Absolute Beginner

Wenn ich die Welt aus dir erschaffen könnte,
Würd ich dir den Atem nehmen
Um den Wind daraus zu machen
Auf dass er ewig um uns weht
Und wenn ich die Welt aus dir erschaffen könnte
Dann würd ich deine Wärme nehmen
Um die Sonne zu erschaffen
Auf dass sie nie mehr untergeht

Wenn ich die Welt aus dir erschaffen könnte - Curse

Ich wurde geboren in Frankfurt am Main
in der Deutschen Zentralbank als Hundert Mark Schein
Der Vater heisst Krieg, ein Betrüger ein Lügner, ein Dieb
Die Mutter ist die Gier die täglich über uns siegt
Die Kinder Zinsen auf internationalen Banken die seit
sie denken konnten nur kühle kalte Konten kannten
meine Opfer sind Menschen so wie du
ich geb' euch die Illusion von Macht und ihr gebt Ruh
so viele denken ich gehör ihnen doch sie gehören
alle mir-schau nur wie sie mir dienen
ich kontrollier ihre Ziele und Träume, ihr verhalten
und Verlangen bis sie mich zu vergöttern anfangen
bringe Paare zusammen reiss Familien entzwei
und hört man von Streit sei sicher ich war dabei
ich nahm Gott den Glauben und hab den Teufel getauft
und auch...diese Platte wurde durch mich gekauft
meine Macht reicht so weit wie das Himmelsreich
Blauer Samt wie das Meer so Weich und Kalt zugleich
auch bei dir bin ich ein immergern gesehener Gast, aber
sieh dich vor dass du dich nicht zu meinem Sklaven machst.

Blauer Schein - Torch

Dienstag, 21. Oktober 2008

gelungene Worte

Klaus Volk, der an der Universität München Wirtschaftstrafrecht lehrt, zum Vorschlag einzelner Parteimitglieder der DIE LINKE, dass man Bankmanager wegsperren sollte:

"Hier weiß die Linke mal wieder nicht, was das Recht tut"

Unabhängig von der Aussage, ist die Wortwahl nach meinem Geschmack.

Samstag, 18. Oktober 2008

if I had a little white box to put my Jesus in ...

Dank Post-AC-Konversation (für alle Leser, die damit nichts anfangen können ... macht nix) bin ich auf folgenden kleinen Kinderreim gestossen worden:
If I had a little white box to put my Jesus in, I'd take him out and (Kiss,kiss,kiss) and put him right back in, and if I had a little black box to put the devil in, I'de take him out and SMASH HIS FACE!!! and put him right back in.

Irgendwie sagt mir was, dass hier mal wieder theologisch extrem wertvolles Gut an Kinder vermittelt wird. So kleine weiße Kisten aus denen man Jesus bei Bedarf rausziehen kann und dann auch schnell wieder reinstecken kann ist genau dass was Kinder in unserer heutigen Zeit brauchen. Bis die aus dem Haus sind, haben wir ihnen so viele dieser Schachteln vermittelt, dass ihr Jesus matrjoschkamäßig (siehe hierzu: Matrjoschka) verschachtelt nie wieder in die Realität ihres Lebens auftauchen wird.
... und die Vorstellung, dass es sich beim Teufel um was handelt, das man in eine Box stecken kann und zwischendrin zum „in die Fresse schlagen“ kurz rausholt, ist auch nicht besonders hilfreich. Es erwischt dabei mit Sicherheit nicht den Richtigen. Dafür geht aber jede Menge anderes Zeug in die Brüche.
In diesem Sinne hier noch ein Bastelbogen für Faltschachteln:

Ich bin kein Fachmann für Kinderreime (erst recht nicht auf englisch), aber hinter so was könnte ich eher stehen:
If i had a little dark box, that i was captive in,
I’d cry for help, see Jesus win,
to set me free and tear it down
and chuck it in a bin.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Geschäftsideen

Hab heute in so einem Bahnmagazin geblättert. Da wurde von einem Kerl berichtet, der seine Brötchen mit dem Tauchen nach verschossenen Golfbällen verdient. Auf sowas muss man erst mal kommen ... der Name ist auch gut.

www.golfballcomeback.de

Sonntag, 5. Oktober 2008

Tag der deutschen Einheit und Erntedankfest



Zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagend, widme ich dieses Werk gleich zwei guten Gründen meiner Freude. Wir feiern sowohl das Ende einer Zeit, in der das Anstehen für Bananen mit Sicherheit nicht das größte Problem war, und feiern gleichzeitig die "Ernte" des letzten Jahres, für die wir maximal mal 5 Minuten an der Kasse anstehen mussten.
Ein Dank den Hausherren für den Abend und allen Beteiligten für das Bild.

Freitag, 3. Oktober 2008

nochmal lifelounge ... diesmal speziell für meinen Kollegen Micha A.

folgende Inhalte spiegeln nicht unbedingt die Ansichten des Blogbetreibers wieder:

gute Aussichten

folgende nette Bildchen sind nur eine Auswahl von vielen weiteren auf dieser Seite: www.lifelounge.com




Dienstag, 30. September 2008

Story of stuff

Schlaues Filmchen über unser Problem mit dem "Zeug". Besonders die Intro und Consumption sollten gesehen werden. Das Ende klingt ein bißchen einfach, aber insgesamt ist das alles gut rübergebracht. siehe auch www.storyofstuff.com

Chapter 1: Intro


Chapter 2: Extraction


Chapter 3: Production


Chapter 4: Distribution


Chapter 5: Consumption


Chapter 6: Disposal


Chapter 7: Another Way

Montag, 15. September 2008

Emiliana Torrini


"If it’s so good being free, do you mind telling me, why I don’t know what to do with myself?"
Emiliana Torrini in „To be free“

Live Entertainment

Ein wenig hervorgehobener Vorteil des Bahnfahrens ist das entertainment, das man für umsonst mit absahnen kann. Insbesondere Handytelefonierer sind manchmal besser als jede organisierte sitcom ...

bestes Zitat meiner heutigen Zugfahrt: „Der Jo versucht gerade mich anzurufen, der will wahrscheinlich telefonieren.“ junge Frau im IC von Darmstadt nach Karlsruhe bei dem Versuch das Gespräch mit ihrer Mutter abzuwürgen.

Samstag, 6. September 2008

Gott geht Gassi?

Sonntag morgen 10:00 – es ist Gott-Gassi-geh-Zeit. Es drängelt schon. Nicht Gott selber, aber die anderen Gottbesitzer. Wir haben uns verabredet. Sonntags macht Gott sein Hauptgeschäft. Das dauert dann immer etwas. Ist aber eigentlich ganz nett mit den anderen. Gibt mir auch echt viel. Da ist man danach immer wieder froh drüber Gott zu haben.

Gott ist eigentlich gar nicht so kompliziert wie manche angedroht hatten. Zwei bis dreimal die Woche muss man mit ihm rausgehen. Außer der Tatsache, dass mir das persönlich irgendwie Struktur und frische Luft im Leben gebracht hat, genieß ich das Zusammensein mit den anderen Gottfans. Da unterhält man sich nett. Hört sich die Geschichten an die andere so mit ihrem Gott erlebt haben. Man philosophiert über das Leben im Allgemeinen und tauscht sich über das Halten von Gott aus. Mit der Weile entwickeln sich auch so ein paar Rituale bei unseren Treffen. Ist ja nicht verkehrt. Bringt einen geregelten Ablauf in das Ganze. Praktisch ist da auch, dass es ein halbwegs geschützter Rahmen ist – da kann man seinen Gott auch mal von der Leine lassen und ein bisschen rumtoben lassen. Ansonsten reicht es voll wenn man ihn abends noch kurz streichelt und, wenn man’s besonders gut machen will, nimmt man sich morgens vor der Arbeit noch ein wenig Zeit für ihn. Kann man aber auch gut mit einer Tasse Kaffee verbinden.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Umgang mit Leuten, die von Gott nicht so viel halten. Ich finde es sollte sich jeder einen Gott halten. Das sieht nicht jeder so. Und man sollte vorsichtig sein, das Leuten auf die Nase zu binden ... die sind da oft nicht so gut drauf zu sprechen. Sicherheitshalber bestehe ich auch drauf, dass mein Gott in der Öffentlichkeit einen Maulkorb trägt und meide es mit Gott dahin zu gehen wo er Anstoß erregen könnte. Aber der bleibt auch gern mal zuhause. Es ist sogar schon vorgekommen, dass mich jemand drauf angesprochen hat, mit wem ich mich denn da so unterhalte und warum ich die Leine in der Hand habe. Ich kam grad in Fahrt in meiner Ausführung über die Vorteile eines Gottes, da ist er kopfschüttelnd gegangen und hat was von Wahnvorstellung gefaselt ... Muss jeder selbst wissen...

Manchmal frage ich mich, ob Gott wohl lacht oder weint. Und ich meine nicht den angeleinten Imaginären mit dem wir Gassi gehen.

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“ aus Psalm 23/Bibel

Das hier klingt nicht nach Gassigehen sondern nach "gegangen werden". Die Leine habe wohl – wenn es denn eine gibt - eher nicht ich in der Hand. Und wir wundern uns noch über die Armseligkeit des modernen Christentums. Ich befürchte alles was wir an noch so frommen Leinen vor uns herscheuchen und Männchen machen lassen, wird tatsächlich nicht mehr als ein imaginärer „bester Freund des Menschen“ bleiben. Ich nehme es niemandem übel, wenn er uns Christen unseren Glauben an so was nicht abnimmt. Ich entschuldige mich bei allen denen ich so ein Bild von Gott vorgelebt habe und ich entschuldige mich bei dir, Gott, dafür, dass ich dich dadurch lächerlich gemacht habe.

Samstag, 30. August 2008

vw werbung

Respekt.

... you may run on for a long time ...

Applaus für die Busfahrer

Das klingt vielleicht komisch, aber ich bin im Urlaub auf etwas gestoßen, dass meines Erachtens nach ein Schlüsselloch mit Sicht auf unser Inneres ist. Als unser Flieger – Condor – in Santorini aufsetzte fing ein recht beträchtlicher Anteil der Passagiere an zu applaudieren. Ich vermute einfach mal, dass man hierdurch Dankbarkeit für das sichere Erreichen des Ziels ausdrücken wollte, oder aber auch Bewunderung für die Arbeit vom Piloten. Wobei es zugegebener Maßen einen gewissen Zusammenhang zwischen beidem gibt. So ein Applaus ist jetzt nichts Neues, aber es stellte mich dieses Mal doch irgendwie in Frage.

Als wir, meine Geschwister und ich, klein waren, machten wir ein Spiel draus. Gewonnen hatte der, der zuerst – vor allen anderen Passagieren – anfing zu klatschen. Es musste aber so getimed sein, dass die anderen sich dann auch anschlossen. Alleine Klatschen z.B. 5 Minuten vor der eigentlichen Landung war peinlich und gegen die Regeln. Das Klatschen hatte in diesen Jahren weniger mit der eigentlichen Dankbarkeit oder Anerkennung von der Leistung eines anderen zu tun, sondern hatte sich als Spiel verselbstständigt.

Dann kam die Coolheit. „Ist doch völlig normal so eine Landung. Ich erleb so was jeden zweiten Tag. Leute, macht euch mal locker – so toll ist das hier auch nicht und klatschen ist kindisch.“

Dann kam die Phase der Rebellion. „Wenn alle klatschen, klatsche ich nicht. Der Kerl da vorne wird dafür bezahlt.“ Manche von uns haben diese Phase nie ganz hinter sich gelassen.



Dann kam die Aufklärung. Warum fängt man beim Aufsetzen auf die Landebahn an zu klatschen? Nach einem Maschinenbaustudium, weiß ich zwar, dass das Aufsetzen wahrscheinlich wirklich einer der mechanisch schwierigsten Momente für den Flieger ist, aber die Bremsen könnten ja auch erst 10 Sekunden später versagen. Es stellt sich eine gewisse Genugtuung in der heimlichen Souveränität über den unwissenden Pöbel ein. Will man wenigstens die direkten Sitznachbarn an der eigenen Besserwisserei teilhaben lassen, kann man bewusst erst nach dem erfolgreichen Abbremsen anfangen zu klatschen.

Und dann kam die Frage nach der Gerechtigkeit. Warum klatsche ich für einen Piloten, aber nicht für den Busfahrer? Weil er weniger Geld verdient? Selbst wenn fliegen schwieriger ist – tödlich kann auch ein Busfahrerfehler sein. Oder warum klatsche ich für den Piloten aber nicht für den Currywurstverkäufer um die Ecke, der mich wieder nicht vergiftet hat oder den Friseur der mir wieder nicht in die Pulsader geschnitten hat? Die Verteilung meines Applauses erscheint mir ungerecht. Es ist nicht so, dass ich deshalb lieber sicherheitshalber mit Applaus überall gleich geize, aber als der Gruppenzwang meiner klatschenden Mittouristen bedrängte, stellte ich mir meine nächste Busfahrt vor.

Also klatschte ich nicht. Eigentlich ein unschönes Ergebnis. Ich muss mir die Frage noch beantworten, wem mein Applaus gehören soll. Und bedanke mit trotz allem bei dem Condorpiloten für die gelungene Landung. Und dem Busfahrer. Und dem Currywurstverkäufer. Und dem Friseur.

PS: Wenige Tage später wurde wieder geklatscht. Es hatten sich in Oia eine Menge Leute versammelt um den Sonnenuntergang zu sehen. Und als sie weg war wurde geklatscht. Wieder so eine komische Applaus-Schlüsselloch-Situation. Aber wenn ich mich schon bei Condor und dem Currywurstverkäufer bedankt habe, danke ich an dieser Stelle auch dem Schöpfer für das Sonnenuntergangspektakel in Oia. Unter anderem.

Freitag, 15. August 2008

learning by doing?

Es ist schon irgendwie interessant bis beängstigend, wie sich manche Dinge zu wahrscheinlich hohen Preisen durchgesetzt haben. Ein Beispiel dafür ist die Zubereitung von Fugu:

Fugu (jap. 河豚) ist eine japanische Spezialität. Es besteht aus dem Muskelfleisch von Kugelfischen deren Innereien sowie Haut durch Tetrodotoxin giftig sind.
Die Wirkung wie auch die Gefährlichkeit der Kugelfische werden bereits im ältesten chinesischen Kräuterbuch (Pen tsao chin) erwähnt. Die Zahl der Menschen, die in Japan in den Jahren 1956 bis 1958 an Fugu-Vergiftungen starben, belief sich auf 420. Daher muss heute in Japan jeder, der mit Fang, Handel oder Zubereitung zu tun hat, eine spezielle Lizenz besitzen. In Deutschland ist die Zubereitung von Fugu verboten.
(Source Wikipedia/Fugu)


Wie kommt diese Menschheit darauf, so lange an der Zubereitung eines hochgiftigen Fisches zu arbeiten, bis man weiß bei welchen Stücken man ausnahmsweise nicht elendiglich verreckt? Warum isst man nicht einfache einen der hunderttausend anderen Fische?

Mittwoch, 13. August 2008

Englisch für Fortschreitende

Heute:

verbiage = complicated language with unnecessary words
zu deutsch:
verbiage = das Geschwätz, der Wortschwall
verbiage = eine bestimmte Art und Weise, sich auszudrücken (amerik.
Englisch)

Und das ist nur eins der vielen wunderhübschen Sprachschmuckstücke die dank "One word a Day" (Anmeldung siehe www.owad.de) hoffentlich nach und nach ihren Weg in meinen aktiven Englischwortschatz finden.

Wieviel verdienst du?

Zum "Jammern auf hohem Niveau" weise ich zwecks Abgleich von gefühlter Armut und Realität auf diesen einfachen online Rechner hin:
globalrichlist

Freitag, 1. August 2008

ein Albumtitel nach meinem Herzen

back to the roots

Das Christentum begann in Galiläa als Gemeinschaft von Männern und Frauen, die sich um Jesus versammelten.
Dann kam es nach Griechenland und wurde eine Philosophie.
Es kam nach Rom und wurde eine Institution.
Es kam nach Europa und wurde eine Kultur.
Es kam in die USA und wurde ein Geschäft.
Wir müssen zu unseren Wurzeln zurückkehren.

Richard Halverson, ehemaliger Geistlicher des US-Senats
(gefunden in „The Vision“ von Pete Greig)

Donnerstag, 17. Juli 2008

Bemerkenswert

Ich teile mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht jede Ansicht von Herrn Broder, aber diese Dankesrede hat mich nachdenklich gestimmt. Bemerkenswert.

Dankesrede von Henryk M. Broder (vom Spiegel dokumentiert)

einige Auszüge:

... Aber diese Strategie der Ablenkung kostet Kraft, und sie funktioniert nur bedingt. Denn allen guten Vorsätzen zum Trotz rege ich mich immer noch auf, öfter und heftiger, als ich es möchte. Um am Ende immer wieder bei der Frage zu landen: Bin ich verrückt, oder sind es die anderen? ...
... Dass es praktisch keine Selbstverständlichkeiten sind, hat damit zu tun, dass der gesunde Menschenverstand außer Kraft gesetzt und durch drei Untugenden ersetzt wurde: Äquidistanz, Relativismus und Toleranz. ...
... Wenn ich schon leiden muss, dann nicht an Deutschland, sondern an meiner eigenen Unvollkommenheit. Ich weiß, welche Rolle ich spiele: die des jüdischen Pausenclowns, der in einer großen Manege seine kleinen Kunststücke vorführen darf. Ich will gar nicht bestreiten, dass es mir Spaß macht und dass ich es gerne mache, meine Clownereien sind ein Beweis dafür, wie liberal die Gesellschaft geworden ist, die sogar meine Grenzverletzungen goutiert, solange sie dabei unterhalten wird. ...

Soll's geben ...

Das Uno-Menschenrechtskomitee hat das Zwergen-Werfen als Menschen verachtend verurteilt. Es sei mit dem Schutz der öffentlichen Ordnung und der Menschenwürde unvereinbar.

siehe auch: Zwergen-Werfen-Verbot, Zwergen-Werfen-Facts

Mittwoch, 9. Juli 2008

Urlaubsfotos mit klarem Wiedererkennungsfaktor

Ballonfahrt

Ein Mann in einem Heißluftballon hat die Orientierung verloren. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:„Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen; und ich weiß nicht wo ich bin.“
Die Frau am Boden antwortet:„Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich auf dem 49. Grad, 28 Minuten und 11 Sekunden nördlicher Breite und 8. Grad, 28 Minuten und 58 Sekunden östlicher Länge.“
„Sie müssen Ingenieurin sein“ sagt der Ballonfahrer.
„Bin ich“, antwortet die Frau,„woher wissen Sie das?“
„Nun“, sagt der Ballonfahrer, „alles was sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“
Die Frau antwortet:„Sie müssen im Management tätig sein.“
„Ja,“ antwortet der Ballonfahrer, „aber woher wissen Sie das?“
„Nun,“ sagt die Frau, „Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie nun in der gleichen Lage sind, wie vor unserem Treffen, aber merkwürdigerweise bin ich jetzt irgendwie schuld!"

... keine Ahnung wer's verfasst hat.

Dienstag, 24. Juni 2008

Donnerstag, 19. Juni 2008

Weisheiten - ersurft von Ruben

Heute haben wir höhere Gebäude und breitere Strassen,
aber kürzere Launen und engere Standpunkte.
Wir geben mehr aus, aber geniessen weniger.
Wir haben grössere Häuser, aber kleinere Familien.
Wir haben mehr Kompromisse, aber weniger Zeit.
Wir haben mehr Wissen, aber weniger Urteilungsvermögen.
Wir haben mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber den Wert reduziert.
Wir reden viel, lieben nur ein wenig, und hassen zu sehr.
Wir haben den Mond erreicht und kamen zurück, doch wir tun uns schwer die Strasse zu überqueren um unseren Nachbarn zu besuchen.
Wir haben das äussere Universum erobert, aber nicht unser Inneres.
Wir haben höhere Einkommen, aber weniger Moral.
Das sind Zeiten mit mehr Freiheit, aber weniger Freude.
Wir haben viel mehr zu essen, aber zu wenig Ernährung.
Das sind die Tage wo es zwei Einkommen für ein Heim braucht,
doch die Scheidungen steigen.
Das ist die Zeit der schöneren Häuser, aber der mehr zerrütteten Heime.

Samstag, 14. Juni 2008

Albert Camus (1913-1960)

"Unsere Grundsätze sollten wir uns für die wenigen Augenblicke aufheben, in denen es auf Grundsätze ankommt. Für das Meiste reicht ein wenig Barmherzigkeit."

Samstag, 7. Juni 2008

Deckenbemalung Raucherzimmer

Ich bin kein militanter Antiraucheraktivist. Es gibt genug andere Sachen, gegen die man genauso Antiwerbung machen könnte (Motorrad-/Autofahren, Fastfood, hohe Arbeitszeiten, ... sind auch Gründe für genug Tode). Aber dieses Raucherzimmer entspricht meiner Humorwellenlänge. Unabhängig vom Beschleunigen des Zeitpunktes gefällt mir dieser Satz:„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Psalm 90,12

Schwarzfahrer von Pepe Danquart

hab ich vor vielen Jahren mal gesehen - find ich immer noch gut.

Freitag, 30. Mai 2008

Donnerstag, 29. Mai 2008

Chocolate Jesus

Tom Waits spricht aus was viele leben:

Montag, 26. Mai 2008

iNeed

From Mantis, UK-based stencil artist.

Kissingers Herzinfarkt

Dr. Kissinger, der (...) seinen Herzinfarkt der Presse mit folgenden Worten kundtat: "Nun, dies beweist zumindest, dass ich ein Herz habe."

Gesetzing


Habe leider vergessen wo der her ist - wird nicht jeder lustig finden. Ich schon.

der Schlangenkopf und die Ferse


Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: ... Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.
Bibel. Genesis. Kapitel 3. aus Versen 14-15.
Erklärt Einiges.

Sonntag, 25. Mai 2008

Alles echt. Ehrlich. - Brandeins 4/2008

Auszüge aus dem Artikel "Alles echt. Ehrlich."
Magazin Brandeins 4/2008
gesamter Artikel
... Der Medienphilosoph Norbert Bolz hat das brillant auf den Punkt gebracht: "Heute liegt der eigentliche Betrug im Versprechen der Echtheit." ...
... Mit Wahrheit habe das Geschäft der professionellen Kommunikatoren sowieso nichts zu tun. Nun weiß jedes Kind, dass Werbung, PR und Pressearbeit nicht dazu da sind, der Sache, die sie vertreten, in den Hintern zu treten. Aber darf man das auch so sagen? Muss all das nicht "authentisch" sein? "Ehrlich"? "Echt"?
"Aber natürlich", sagt Klaus Kocks. "PR-Manager lügen nicht. Die Erde ist eine Scheibe. Schweine können fliegen. Und Brutus ist ein ehrenwerter Mann. Hand drauf! " Nicht dass Kocks nicht mit der Empörung seiner Berufskollegen gerechnet hätte. Die waren wirklich wütend, erzählt er. Und haben angerufen. Nicht, um ihm etwa zu sagen: Kocks, was erzählst du denn da? Wir lügen doch nicht! Nein. Sie sagten: "Kocks - bist du verrückt geworden? Was sollen denn unsere Kunden von uns denken!" ...
... Wer lügt, beweist, dass er denkt. Erst im Alter von etwa vier Jahren sind Menschen intelligent genug, um zu lügen - "und dann fangen alle damit an", sagt Stiegnitz. Kindermund tut Wahrheit kund? Das kann sein, ist aber ein sicheres Zeichen dafür, dass der Nachwuchs bescheuert ist. ...