Schlaues Filmchen über unser Problem mit dem "Zeug". Besonders die Intro und Consumption sollten gesehen werden. Das Ende klingt ein bißchen einfach, aber insgesamt ist das alles gut rübergebracht. siehe auch www.storyofstuff.com
Chapter 1: Intro
Chapter 2: Extraction
Chapter 3: Production
Chapter 4: Distribution
Chapter 5: Consumption
Chapter 6: Disposal
Chapter 7: Another Way
Dienstag, 30. September 2008
Montag, 15. September 2008
Emiliana Torrini
Live Entertainment
Ein wenig hervorgehobener Vorteil des Bahnfahrens ist das entertainment, das man für umsonst mit absahnen kann. Insbesondere Handytelefonierer sind manchmal besser als jede organisierte sitcom ...
bestes Zitat meiner heutigen Zugfahrt: „Der Jo versucht gerade mich anzurufen, der will wahrscheinlich telefonieren.“ junge Frau im IC von Darmstadt nach Karlsruhe bei dem Versuch das Gespräch mit ihrer Mutter abzuwürgen.
bestes Zitat meiner heutigen Zugfahrt: „Der Jo versucht gerade mich anzurufen, der will wahrscheinlich telefonieren.“ junge Frau im IC von Darmstadt nach Karlsruhe bei dem Versuch das Gespräch mit ihrer Mutter abzuwürgen.
Samstag, 6. September 2008
Gott geht Gassi?
Sonntag morgen 10:00 – es ist Gott-Gassi-geh-Zeit. Es drängelt schon. Nicht Gott selber, aber die anderen Gottbesitzer. Wir haben uns verabredet. Sonntags macht Gott sein Hauptgeschäft. Das dauert dann immer etwas. Ist aber eigentlich ganz nett mit den anderen. Gibt mir auch echt viel. Da ist man danach immer wieder froh drüber Gott zu haben.
Gott ist eigentlich gar nicht so kompliziert wie manche angedroht hatten. Zwei bis dreimal die Woche muss man mit ihm rausgehen. Außer der Tatsache, dass mir das persönlich irgendwie Struktur und frische Luft im Leben gebracht hat, genieß ich das Zusammensein mit den anderen Gottfans. Da unterhält man sich nett. Hört sich die Geschichten an die andere so mit ihrem Gott erlebt haben. Man philosophiert über das Leben im Allgemeinen und tauscht sich über das Halten von Gott aus. Mit der Weile entwickeln sich auch so ein paar Rituale bei unseren Treffen. Ist ja nicht verkehrt. Bringt einen geregelten Ablauf in das Ganze. Praktisch ist da auch, dass es ein halbwegs geschützter Rahmen ist – da kann man seinen Gott auch mal von der Leine lassen und ein bisschen rumtoben lassen. Ansonsten reicht es voll wenn man ihn abends noch kurz streichelt und, wenn man’s besonders gut machen will, nimmt man sich morgens vor der Arbeit noch ein wenig Zeit für ihn. Kann man aber auch gut mit einer Tasse Kaffee verbinden.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Umgang mit Leuten, die von Gott nicht so viel halten. Ich finde es sollte sich jeder einen Gott halten. Das sieht nicht jeder so. Und man sollte vorsichtig sein, das Leuten auf die Nase zu binden ... die sind da oft nicht so gut drauf zu sprechen. Sicherheitshalber bestehe ich auch drauf, dass mein Gott in der Öffentlichkeit einen Maulkorb trägt und meide es mit Gott dahin zu gehen wo er Anstoß erregen könnte. Aber der bleibt auch gern mal zuhause. Es ist sogar schon vorgekommen, dass mich jemand drauf angesprochen hat, mit wem ich mich denn da so unterhalte und warum ich die Leine in der Hand habe. Ich kam grad in Fahrt in meiner Ausführung über die Vorteile eines Gottes, da ist er kopfschüttelnd gegangen und hat was von Wahnvorstellung gefaselt ... Muss jeder selbst wissen...
Manchmal frage ich mich, ob Gott wohl lacht oder weint. Und ich meine nicht den angeleinten Imaginären mit dem wir Gassi gehen.
„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“ aus Psalm 23/Bibel
Das hier klingt nicht nach Gassigehen sondern nach "gegangen werden". Die Leine habe wohl – wenn es denn eine gibt - eher nicht ich in der Hand. Und wir wundern uns noch über die Armseligkeit des modernen Christentums. Ich befürchte alles was wir an noch so frommen Leinen vor uns herscheuchen und Männchen machen lassen, wird tatsächlich nicht mehr als ein imaginärer „bester Freund des Menschen“ bleiben. Ich nehme es niemandem übel, wenn er uns Christen unseren Glauben an so was nicht abnimmt. Ich entschuldige mich bei allen denen ich so ein Bild von Gott vorgelebt habe und ich entschuldige mich bei dir, Gott, dafür, dass ich dich dadurch lächerlich gemacht habe.
Gott ist eigentlich gar nicht so kompliziert wie manche angedroht hatten. Zwei bis dreimal die Woche muss man mit ihm rausgehen. Außer der Tatsache, dass mir das persönlich irgendwie Struktur und frische Luft im Leben gebracht hat, genieß ich das Zusammensein mit den anderen Gottfans. Da unterhält man sich nett. Hört sich die Geschichten an die andere so mit ihrem Gott erlebt haben. Man philosophiert über das Leben im Allgemeinen und tauscht sich über das Halten von Gott aus. Mit der Weile entwickeln sich auch so ein paar Rituale bei unseren Treffen. Ist ja nicht verkehrt. Bringt einen geregelten Ablauf in das Ganze. Praktisch ist da auch, dass es ein halbwegs geschützter Rahmen ist – da kann man seinen Gott auch mal von der Leine lassen und ein bisschen rumtoben lassen. Ansonsten reicht es voll wenn man ihn abends noch kurz streichelt und, wenn man’s besonders gut machen will, nimmt man sich morgens vor der Arbeit noch ein wenig Zeit für ihn. Kann man aber auch gut mit einer Tasse Kaffee verbinden.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Umgang mit Leuten, die von Gott nicht so viel halten. Ich finde es sollte sich jeder einen Gott halten. Das sieht nicht jeder so. Und man sollte vorsichtig sein, das Leuten auf die Nase zu binden ... die sind da oft nicht so gut drauf zu sprechen. Sicherheitshalber bestehe ich auch drauf, dass mein Gott in der Öffentlichkeit einen Maulkorb trägt und meide es mit Gott dahin zu gehen wo er Anstoß erregen könnte. Aber der bleibt auch gern mal zuhause. Es ist sogar schon vorgekommen, dass mich jemand drauf angesprochen hat, mit wem ich mich denn da so unterhalte und warum ich die Leine in der Hand habe. Ich kam grad in Fahrt in meiner Ausführung über die Vorteile eines Gottes, da ist er kopfschüttelnd gegangen und hat was von Wahnvorstellung gefaselt ... Muss jeder selbst wissen...
Manchmal frage ich mich, ob Gott wohl lacht oder weint. Und ich meine nicht den angeleinten Imaginären mit dem wir Gassi gehen.
„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“ aus Psalm 23/Bibel
Das hier klingt nicht nach Gassigehen sondern nach "gegangen werden". Die Leine habe wohl – wenn es denn eine gibt - eher nicht ich in der Hand. Und wir wundern uns noch über die Armseligkeit des modernen Christentums. Ich befürchte alles was wir an noch so frommen Leinen vor uns herscheuchen und Männchen machen lassen, wird tatsächlich nicht mehr als ein imaginärer „bester Freund des Menschen“ bleiben. Ich nehme es niemandem übel, wenn er uns Christen unseren Glauben an so was nicht abnimmt. Ich entschuldige mich bei allen denen ich so ein Bild von Gott vorgelebt habe und ich entschuldige mich bei dir, Gott, dafür, dass ich dich dadurch lächerlich gemacht habe.
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